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Eisbären fegen Pegnitz mit 9:3 aus der Halle und stehen im Finale!

"Finaaaaaaaaaale oho, Finaaaaaaaaaale, oho!" - Schon zwei Minuten vor dem Ende hallten diese Gesänge durch die Burgauer Eishalle. Denn zu diesem Zeitpunkt führten die Eisbären im entscheidenden dritten Halbfinalspiel gegen die EV Pegnitz Ice Dogs bereits mit 8:3. Am Ende stand ein überzeugender 9:3 (2:0/3:0/4:3)-Sieg für den ESV Burgau, der damit erneut ins Finale der Eishockey-Landesliga einzieht. Nach der Schlusssirene brachen dann alle Dämme – Spieler und Fans feierten den Einzug in die Endspielserie ausgelassen.

Ab Freitag beginnt das große Finale um die Landesligameisterschaft. Der ESV trifft in einer Best-of-Five-Serie auf die Wanderers Germering. Das erste Spiel steigt am kommenden Freitag um 20:00 Uhr in Burgau.

 

Zum entscheiden Match am gestrigen Freitagabend waren 900 Zuschauer in die Eissporthalle gekommen. Rund 80 der Besucher waren aus Pegnitz an die Mindel gereist. Cheftrainer Erwin Halusa musste zum dritten Duell auf die gesperrten Nico Miedl und Mario Seifert verzichten, genauso wie auf den erkrankten Maximilian Knittel. Dafür war Förderlizenzspieler Joona Schneider im LineUp. Philipp Schnierstein bekam erneut den Vorzug vor Benedict Schaller. Die Gäste liefen mit 19 Feldspielern und zwei Torleuten auf.

 

Das Spiel startete ohne Anlaufphase. Direkt nach dem Eröffnungsbully gab es eine erste Gelegenheit für die Gäste. Doch der Pegnitzer Topscorer Ales Furch fand erstmals seinen Meister in ESV-Goalie Philipp Schnierstein. Im direkten Gegenzug traf Benedek Radvanyi den Puck bei einer Direktabnahme nicht richtig und schoss vorbei. Die Begegnung hielt weiter, was die Anfangsphase versprochen hatte. Auf beiden Seiten gab es dicke Gelegenheiten. Für die Eisbären  scheiterten Maximilan Arnawa (4.), Sven Gäbelein (7.) und Andreas Wiesler (8.). Die Versuche von Arnawa und Gäbelein meisterte Torwart Maximilian Schmidt, der Abschluss von Wiesler landete am Pfosten. In der ersten Überzahl der Partie gingen die Eisbären dann in Front. Torschütze nach neun Minuten und fünf Sekunden war Leader David Zachar. Der Routinier war im Nachschuss erfolgreich. 15 Sekunden nach diesem Tor lag die Scheibe erneut im Gästekasten. Andreas Wiesler war aggressiv nachgegangen, der Pass eines Pegnitzer Verteidigers touchierte seinen Schläger und von dort aus landete das Spielgerät im hohen Bogen im Kasten. Jetzt glich das Burgauer Eisstadion erstmals einem Hexenkessel. Kurz nach diesem Tor schickten die Unparteiischen ESV-Verteidiger Marvin Mändle vorzeitig in die Kabine. Mändle erhielt für einen vermeintlichen Stockstich eine fünfminütige Zeitstrafe, zusätzlich wurde eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen den Burgauer ausgesprochen. Als kurz darauf ESV-Kapitän David Heinrich eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe absitzen musste, standen für 93 Sekunden drei Eisbären, fünf Pegnitzer Feldspielern gegenüber. Die Burgauer kämpften in dieser Phase um jeden Zentimeter Eis und überstanden auch Dank einiger sensationellen Paraden von Goalie Schnierstein diese prekäre Situation.

 

Im zweiten Drittel waren gerade einmal sechzig Sekunden gespielt, als Torwart Schnierstein erneut eingreifen musste, der Keeper parierte gegen den Pegnitzer Ales Furch. Jetzt war die Partie sehr wild. Bis zur 28. Minute gab es auf beiden Seiten kaum Kombinationen und die Teams suchten ihr Heil in Einzelaktionen. Eine dieser Sololeistungen führte schließlich zum 3:0 durch Maximilian Arnawa. Der Filigrantechniker zog über die linke Seite auf und davon, düpierte zwei Pegnitzer und netzte eiskalt ein. In Überzahl stellte David Zachar in der 35. Minute auf 4:0. Den entscheidenden Pass gab Patrik Kozlik. Dass der Burgauer Spielmacher mit der Nummer 24 auch in Unterzahl extrem gefährlich ist, zeigte der 33-Jährige einmal mehr in der 37. Minute. Nach einem Puckgewinn lief er über die komplette Eisfläche und ließ Gästekeeper Schmidt mit einem sehenswerten Solo keine Chance. 5:0 lautete damit der Spielstand nach 40 Minuten.

 

Im Schlussdrittel waren gerade einmal neun Sekunden gespielt, als bei den Gästefans und den Akteuren der Pegnitzer ein leises Fünkchen Hoffnung aufglimmte. Maciej Postek schoss den Puck durch die Schoner von Philipp Schnierstein ins Tor. Beinahe im Gegenzug jagte Patrik Kozlik den Puck ans Gestänge. Als Marc Barchmann in der 51. Minute das 6:1 markierte, bebte es zum wiederholten Male in der Eishalle. Zwei Minuten nach diesem Treffer wurde Petr Ceslik kurz vor seinem Torschuss gefoult. Die Referees entschieden auf Penalty. Ceslik lief an, ließ Torwart Schmidt keine Chance und stellte auf 7:1. Kurz nach diesem Treffer konnte Ales Furch den zweiten Treffer der Ice Dogs markieren. Doch mit seinem vierten Treffer an diesem Abend stellte der überragende David Zachar in der 57. Minute auf 8:2. Mit einem Powerplaytor in der 59. Spielminute sorgte der Pegnitzer Roman Navarra nochmal für Ergebniskosmetik. Nach sechs gefallenen Toren im letzten Spielabschnitt sollte dies für so manchen Fan genug sein. Aber diese Rechnung wurde ohne Topscorer David Ballner gemacht. In die Finaaaaale-Gesänge der ESV-Fans hinein, steuerte Ballner mit nur 12 verbliebenen Sekunden auf das Gästetor zu und wurde wie Ceslik gefoult. Die Schiris entschieden erneut auf Penalty. David Ballner lief an und markierte mit einem satten Treffer das 9:3-Endergebnis.

 

„Es war überragend, was meine Mannschaft heute abgeliefert hat. Die Jungs haben sich in die Schüsse geworfen und alles gegeben. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und wenn dann etwas durchgekommen ist, stand Philipp Schnierstein im Tor und hat gehalten“, war ESV-Trainer Erwin Halusa von der Leistung seiner Truppe extrem angetan. 

 

Damit gewinnen die Eisbären die Halbfinalserie gegen die Ice Dogs und stehen erneut im Finale um den großen Meisterschaftspokal. Durch die bessere Platzierung in der Gesamttabelle haben die Markgrafen zudem wieder das Heimrecht in der Finalserie und zwei sichere Heimspiele am 21. & 28.03. um 20:00 Uhr. Der Austragungsort für die Germeringer Heimspiele steht derzeit noch nicht fest.

 

Endstand: ESV 9:3 EV (2:0/3:0/4:3) // Strafen: ESV: 19 Minuten + 20 Minuten (Mändle); EV: 12 Minuten // Zuschauer: 900

 

Tore:

 

1:0 - 09:05 Zachar (Arnawa) - +1

2:0 - 09:20 Wiesler - EQ

3:0 - 27:24 Arnawa (Bayer) - EQ

4:0 - 34:26 Zachar (Kozlik, Bayer) - +1

5:0 - 36:53 Zachar (Gäbelein) - -1

5:1 - 40:09 Postek (Schreyer) - EQ

6:1 - 50:52 Barchmann (Kozlik, Zachar) - EQ

7:1 - 52:07 Ceslik - PS

7:2 - 52:33 Furch (Diel) - -1

8:2 - 56:49 Zachar (Bayer) - +1

8:3 - 58:48 Navarra (Furch, Diel) - +1

9:3 - 59:48 Ballner - PS

Eisstadion Burgau

Badstraße 10

89331 Burgau

vorstand@eisbaeren-burgau.de

 

 

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