
Die Eisbären unterliegen im Spiel 2 des Halbfinales gegen den EV Pegnitz mit 5:1 (0:0/3:0/2:1). Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel brachte ein schwacher Mittelabschnitt mit zu vielen Strafzeiten die Entscheidung zugunsten der Ice Dogs. Damit kommt es am Sonntag um 18:00 Uhr in der Burgauer Eishalle zum alles entscheidenden Spiel 3. Der Sieger dieser Partie zieht ins Finale der Eishockey-Landesliga ein und trifft dort auf die Wanderers Germering, die ihr Halbfinale mit einem 3:2-Sieg gegen den ERC Sonthofen für sich entschieden haben.
Rund 250 Eisbären-Fans begleiteten ihr Team nach Oberfranken und sorgten für lautstarke Unterstützung. Mit insgesamt 799 Zuschauern war die Partie laut EV Pegnitz ausverkauft. Coach Erwin Halusa konnte in dieser Begegnung wieder auf Benedek Radvanyi und Felix Holzapfel zurückgreifen. Maxi Knittel musste hingegen krankheitsbedingt passen. Im Tor vertraute Halusa erneut auf Philipp Schnierstein, während bei Pegnitz Maximilian Schmidt zwischen den Pfosten stand.
Die Begegnung begann mit einer 20-minütigen Verzögerung, da der Einlass aufgrund des hohen Zuschaueraufkommens und der Sicherheitskontrollen nur schleppend verlief. Auf dem Eis entwickelte sich von Beginn an eine schnelle und intensive Partie. Die erste Torchance gehörte den Eisbären: David Zachar prüfte Pegnitz-Goalie Schmidt, der jedoch parieren konnte. Nach nicht einmal zwei Minuten bekam Burgau die erste Überzahlsituation, konnte diese jedoch nicht nutzen. Chancen gab es danach auf beiden Seiten – Patrik Kozlik und David Ballner scheiterten unter anderem für den ESV, während auch Pegnitz mehrfach gefährlich vor Schnierstein auftauchte. Am Ende eines torlosen, aber spannenden ersten Drittels waren die beiden Torhüter mit ihren Glanzparaden die klaren Gewinner.
Nach der ersten Pause wollten die Eisbären ihre Offensivaktionen konsequenter nutzen, doch stattdessen schlugen die Hausherren früh zu: In der 22. Minute erzielte Michael Breyer mit einem Schuss über die Fanghand von Schnierstein die Pegnitzer Führung. Burgau hatte daraufhin durch Petr Ceslik und Lukas Häckelsmiller zwei Großchancen zum Ausgleich, doch der Puck wollte nicht an Schlussmann Schmidt vorbei. Auf der anderen Seite erhöhten die Gastgeber in der 27. Minute auf 2:0 – Ales Furch traf im Powerplay per Abstauber. Es kam noch bitterer für die Eisbären: In Unterzahl musste Burgau in der 32. Minute den dritten Gegentreffer hinnehmen, als Luca Schonauer einen Nachschuss verwertete. Kurz darauf erhielt Mario Seifert nach einem Kniecheck eine fünfminütige Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Trotz der langen Unterzahl kämpfte sich Burgau mit viel Einsatz und klugem Defensivspiel durch diese Phase und ließ nur einen Pfostenschuss der Pegnitzer zu.
Zu Beginn des Schlussdrittels hatte David Ballner die große Chance auf den Anschlusstreffer, doch er scheiterte aus kurzer Distanz an Schmidt. Die Eisbären waren bemüht, aber Pegnitz blieb eiskalt: Ein verdeckter Schlagschuss von Maciej Postek von der blauen Linie bedeutete in der 43. Minute das 4:0. Trotz weiterer Chancen durch Häckelsmiller und Wiesler blieb der Pegnitzer Goalie unüberwindbar. Fünf Minuten vor Schluss erhöhte Pegnitz in doppelter Überzahl durch Breyer auf 5:0. Erst kurz vor Ende gelang den Eisbären dann doch noch der Ehrentreffer: Nach einem schnellen Konter legte Andreas Wieseler quer auf Maximilian Arnawa, der den Puck per Direktschuss im Tor versenkte (58.). Mit der Schlusssirene kam es noch zu einem hitzigen Handgemenge auf dem Eis, nachdem Philipp Schnierstein von einem Pegnitzer Spieler angegangen wurde. Dabei erhielt Nico Miedl eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Mit zu vielen Strafzeiten und ungenutzten Chancen machten sich die Eisbären das Spiel in Pegnitz selbst schwer. Doch noch ist nichts verloren: Am Sonntagabend haben die Eisbären die Chance, vor heimischer Kulisse den Einzug ins Finale perfekt zu machen. Mit der lautstarken Unterstützung der Fans soll der Einzug ins Endspiel klargemacht werden.
Hier gibt es Infos zum VVK für Spiel 3
Endstand: EV 5:1 ESV (0:0/3:0/2:1) // Strafen: EV: 10 Minuten; ESV: 21 Minuten + 20 Minuten (Seifert) + 20 Minuten (Miedl) // Zuschauer: 799
Tore:
1:0 - 21:09 Breyer (Meier) - EQ
2:0 - 27:09 Furch (Postek) - +1
3:0 - 31:35 Schonauer (Navarra, Postek) - +1
4:0 - 42:42 Postek (Diel, Furch) - EQ
5:0 - 55:31 Breyer (Diel, Hagen) - +1
5:1 - 57:27 Arnawa (Wiesler, Gottwald) - EQ