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Der ESV Burgau hat die Hauptrunde der Eishockey-Landesliga mit seinem nun 12. Heimsieg der Saison beendet. Im Nachholspiel gegen den ERC Lechbruck gewannen die Eisbären mit 8:4 (1:2/6:1/1:1). Die Gäste reisten mit 16 Feldspielern und einem Torwart an. Vor einer Woche mussten die Lechbrucker die Partie aufgrund von verletzten und kranken Akteuren absagen. Beim ESV Burgau fehlten die verletzten Sven Gäbelein, Petr Ceslik und Torwart Benedict Schaller. Trotzdem standen Coach Erwin Halusa 19 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. Roman Jourkov bekam den Vorzug gegenüber dem jungen Lex Kasakow, der noch an diesem Abend sein Debüt bei den Senioren geben sollte. Zum ersten Mal in dieser Saison lief auch der 19-jährige Luca Mandic aus der U20 für die Markgrafen auf.
Die Eisbären hatten die ersten Gelegenheiten im Freitagsspiel, doch der junge Lechbrucker Torhüter Jonas Kothmayr vereitelte die ersten Chancen souverän. Den ersten Treffer der Partie erzielten die Gäste in eigener Unterzahl mit großer Unterstützung der Burgauer. Die Eisbären begannen zu wechseln, ohne hinter sich zu sehen und plötzlich stand der Lechbrucker Simon Maucher mutterseelenalleine vor Goalie Jourkov. Dieser ließ sich nicht zwei Mal bitten und netzte zur Führung ein (4.). Kurz zuvor konnte eine selbige Situation glückerweise durch einen Abseitspfiff unterbrochen werden. Zu locker waren die Hausherren in diese Partie gestartet. Doch nur 33 Sekunden später stand die Begegnung wieder Unentschieden. Nach einem Schlagschuss von der blauen Linie von Nico Miedl fälschte Patrick Spingler die Scheibe in Manier eines Baseballspielers unhaltbar ab. Vier Minuten vor der ersten Drittelpause zogen die Gäste ihr zweites Powerplay auf. Dieses Überzahlspiel nutzte Kapitän Mathias Schuster zur erneuten Führung. Somit ging es mit einem Spielstand von 1:2 in dies Pause.
Und im zweiten Drittel zeigten die Eisbären dann, was sie draufhaben. Es folgte eine Umstellung der Reihen. Auch die zuletzt erkrankten Mario Seifert und Marc Barchmann, die im ersten Abschnitt noch geschont wurden, griffen nun in das Spielgeschehen ein. Schon nach eineinhalb Minuten im Mittelabschnitt markierte David Zachar den Ausgleich. Zachar nutzte einen Abpraller von Patrik Kozlik und umkurvte den Schlussmann der Flößer. Nach einem Traumpass von Patrick Spingler vor das gegnerische Tor erzielte Benedek Radvanyi per Direktabnahme die erste Führung für die Markgräfler. Torjäger David Ballner legte in der 28. Minute das vierte Burgauer Tor nach. Als Lukas Häckelsmiller das 5:2 erzielte schien die Partie gelaufen zu sein. Doch die Gäste kamen in der 37. Minute zum 5:3. Torschütze war Cameron Roberts. In der 37. Minute sorgte David Zachar mit einem eiskalt abgeschlossenen Sololauf über die halbe Eisfläche für den erneuten Drei-Tore-Abstand. Nur 42 Sekunden nach dem sechsten Tor stellte Mario Seifert auf 7:3. Der Verteidiger hatte viel Zeit zum anvisieren und nagelte die Hartgummischeibe aus mittlerer Distanz mit einem platzierten Handgelenkschuss in die Maschen.
Mit seinem zweiten Tor an diesem Abend krönte Patrick Spingler seine starke Leistung. Die sehenswerte Vorarbeit zu diesem achten Burgauer Treffer hatten Enrico Cozzolino und Benedek Radvanyi geleistet, die mit schnellen Pässen aus dem eigenen Drittel Spingler vor der blauen Linie bedienten und dieser mit einem satten Handgelenkschuss vollstreckte. In der 50. Minute wechselte ESV-Coach Halusa Torhüter Jourkov aus und brachte den erst 17-jährigen U20 Goalie Lex Kasakow. Der junge Burgauer Schlussmann stand bereits in der U9 beim ESV auf dem Eis. Viel Zeit zum eingewöhnen hatte Lex nicht, denn er musste auch gleich eingreifen und parierte einige Schüsse der Gäste mit Bravour. In der 59. Minute war Kasakow dann aber machtlos. Der Kanadier Roberts sorgte mit seinem Tor für den 8:4-Endstand.
Zum besten Akteur der Flößer wurde der 19-jährige Schlussmann Jonas Kothmayr gewählt. Auf Burgauer Seite erhielt diese Auszeichnung Doppeltorschütze Patrick Spingler.
Die Eisbären haben nun einen Tag Zeit, um sich zu regenerieren, denn ab morgen zählt es. Spiel 1 des Playoff-Achtelfinales gegen den EV Moosburg findet um 18:30 Uhr in der heimischen Eishalle am Gsundbrunnenbad statt. Dann werden die Markgrafen sicherlich von Beginn an ein anderes Gesicht zeigen und sich im eigenen Playoff-Modus wiederfinden. Von Beginn an konzentriert, geschlossen und zielstrebig will sich das Team von Erwin Halusa zum ersten Sieg der Playoffs kämpfen.
Tickets sind noch weiterhin im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich.
Auch sind noch einige Plätze im Fanbus zum zweiten Spiel der Serie am kommenden Freitag in Moosburg frei. Zur Anmeldung
Endstand: ESV 8:4 ERC 8:4 (1:2/6:1/1:1) // Strafen: ESV 10 Minuten; ERC: 6 Minuten // Zuschauer: 327
Tore:
0:1 - 03:33 Maucher (Roberts) - -1
1:1 - 04:06 Spingler (Miedl, Mändle) - EQ
1:2 - 16:57 Schuster (Köpf) - +1
2:2 - 21:31 Zachar (Ballner, Kozlik) - EQ
3:2 - 22:55 Radvanyi (Spingler, Barchmann) - EQ
4:2 - 27:04 Ballner (Zachar, Kozlik) - EQ
5:2 - 31:16 Häckelsmiller (Arnawa, Wiesler) - EQ
5:3 - 35:49 Roberts (Maucher) - EQ
6:3 - 36:13 Zachar (Ballner) - EQ
7:3 - 36:55 Seifert (Bayer, Kozlik) -EQ
8:3 - 43:11 Spingler (Radvanyi, Cozzolino) - EQ
8:4 - 58:15 Roberts (Loppatto, Schuster) - EQ