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Zwei Spiele, zwei völlig unterschiedliche Ausgangslagen: Am Freitagabend gastiert der ERC Lechbruck zum letzten Hauptrundenspiel in Burgau. Doch schon am Sonntag beginnt mit dem Achtelfinale gegen den EV Moosburg die heißeste Phase der Saison – die Playoffs! Die Sonntagsspiele beginnen zukünftig nicht mehr wie in der bisherigen Saison um 18:00 Uhr, sondern um 18:30 Uhr. Damit verschiebt sich auch der Einlass auf 17:15 Uhr, bzw. 17:30 Uhr. Da der öffentliche Lauf um 16:45 Uhr endet, hat der ESV damit mehr Zeit gewonnen, um Vorbereitungen für das jeweilige Heimspiel zu treffen.
Die Partie gegen den ERC Lechbruck hat zwar keinen Einfluss mehr auf die Tabellenposition der Eisbären, doch ein Sieg könnte wichtig sein: Mit einem Dreier würde Burgau die kombinierte Abschlusstabelle der beiden Landesligen auf Platz drei beenden und sich damit ein mögliches Heimrecht im Viertelfinale sichern. Rang eins geht an den ESC Dorfen, der den ERC Sonthofen nur aufgrund des besseren Torverhältnisses hinter sich lässt.
Dass die Partie gegen den ERC Lechbruck erst heute ausgetragen werden kann, lag an den Gästen. Am vergangenen Samstag sagten die Flößer die für Sonntag, 9. Februar, angesetzte Partie wegen zahlreichen kranken und verletzten Akteuren ab. „Ich hätte am liebsten nicht mehr gegen Lechbruck gespielt. In den bisherigen Partien gegen diesen Gegner gab es auf unserer Seite immer wieder Verletzte“, drückt ESV-Trainer Erwin Halusa seine gemischten Gefühle aus. Unter anderem fällt Petr Ceslik immer noch wegen einer Unterkörperverletzung aus dem letzten Spiel gegen die Ostallgäuer aus.
Am Sonntag starten dann die heißersehnten Playoffs. Dieses Wort bringt die Augen bei Spielern, Trainern, Funktionären und Zuschauern sofort zum Leuchten. Nach einer langen Saison, die mit dem ersten Punktspiel am 25. Oktober jetzt bisher knapp vier Monate andauert, beginnen nun die K.O.-Spiele. Die Achtel-, Viertel- und Halbfinalserien der bayerischen Eishockey-Landesliga werden im Modus „Best-of-Three“ entschieden. Das heißt, dass die Mannschaft eine Runde weiterkommt, die zuerst zwei Spiele gewinnt. Die Finalserie wird dann im „Best-of-Five“-Modus entschieden. In der vergangenen Saison mussten sich die Burgauer erst in der Overtime des fünften Spiels geschlagen geben und konnten im eigenen Stadion den jubelnden Waldkraiburgern zum Aufstieg in die Bayernliga gratulieren. Am Rande erwähnt konnten die Löwen als Aufsteiger die diesjährige Bayernliga-Vorrunde sensationell auf dem vierten Platz abschließen.
Um den Schritt ins Viertelfinale zu machen steht nun die Aufgabe gegen den EV Moosburg auf dem Plan. Bei den Eisbären fehlen weiterhin Petr Ceslik und Sven Gäbelein. Zusätzlich kann Marc Barchmann wegen einer Erkältung am Wochenende nicht auflaufen. Bei Patrik Kozlik stand noch nicht fest, ob er ins Geschehen eingreifen kann. Nicht im Kader sind auch die beiden Torhüter Benedict Schaller und Philipp Schnierstein. Schaller ist noch verletzt und Schnierstein musste aus privaten Gründen absagen. So schenkt Erwin Halusa, wie schon in zehn anderen Hauptrundenpartien zuvor Goalie Roman Jourkov das Vertrauen. Der junge Lex Kasakow ist als Ersatztorwart dabei.
Coach Halusa gibt seinem Team, das mit drei Reihen antreten wird, folgende Aufgaben mit auf den Weg: „Der erste und der zweite Sturm sollen Tore erzielen, Hauptaufgabe der dritten Reihe soll das Verhindern von Gegentreffern sein.“
In 26 Spielen mussten die Torhüter der Isarstädter 118 Mal die Hartgummischeibe aus dem eigenen Kasten holen und trafen dabei nur 107 Mal selber ins Schwarze. Dieses Verhältnis sollten die Eisbären für sich nutzen. Das Team aus dem oberbayerischen Landkreis Freising ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet. Dass am Ende der Hauptrunde dann nur der siebte Rang in der Gruppe B herauskam, lag am großen Verletzungspech. Einige der Topspieler der Moosburger mussten aufgrund von Verletzungen die Saison frühzeitig beenden. Prominenteste Ausfälle sind der Tscheche Dominik Chara, der nach 13 Spielen 31 Punkte sammelte, sowie der Slowene Nik Unuk, der nach acht Partien 20 Mal gescort hatte. Der beste Moosburger Angreifern ist aktuell Adam Strakos, der in 23 Partien 37 Mal punktete.
Die Playoffs sind das absolute Saison-Highlight – und ihr könnt live dabei sein! Unterstützt die Eisbären beim morgigen Finale der Hauptrunde und am Sonntag, um 18:30 Uhr, in der Eissporthalle beim Gsundbrunnenbad und macht die Halle zum Hexenkessel!
Tickets für beide Spiele sind weiterhin an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
Für das 2. Spiel des Achtelfinales in Moosburg (Fr. 21.02. Spielbeginn 19:30 Uhr) wird der ESV, wie in den vergangenen Playoffs, einen Fanbus organisieren. Nähere Infos dazu folgen in Kürze.